Stellungnahme der Bezirksschüler*innenvertretung Bochum zur ASB-Sitzung vom 21.05.2026

Die Bezirksschüler*innenvertretung Bochum kritisiert die erneute Ablehnung des Antrags zur Einführung bzw. Ausweitung von Wasserspendern an Bochumer Schulen deutlich. Der Antrag, der von der Fraktion Die Linke eingebracht wurde und unter anderem von der Schülervertretung der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule sowie der BSV Bochum unterstützt wurde, scheiterte damit bereits zum wiederholten Male. Für uns ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Kostenfreier Zugang zu Trinkwasser an Schulen ist keine unnötige Luxusmaßnahme, sondern eine grundlegende Frage von Gesundheit, Konzentration, Chancengleichheit und moderner Schulpolitik. Viele Schülerinnen verbringen täglich mehrere Stunden in der Schule. Dass weiterhin finanzielle Argumente über die Interessen und Bedürfnisse von Schülerinnen gestellt werden, halten wir für ein falsches politisches Signal. Besonders kritisch sehen wir, dass sich erneut dieselben politischen Kräfte gegen eine Verbesserung der Situation an Schulen gestellt haben. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, werden notwendige Investitionen in die schulische Infrastruktur immer wieder verschoben oder blockiert. Dabei reden Politik und Verwaltung regelmäßig über Gesundheitsförderung, Prävention und bessere Lernbedingungen – konkrete Maßnahmen werden jedoch abgelehnt, sobald finanzielle Mittel benötigt werden. Die BSV Bochum wird diese Entscheidung nicht einfach hinnehmen. Wir werden uns auch weiterhin mit Nachdruck für Wasserspender an Schulen einsetzen und den politischen Druck erhöhen. Schüler*innen haben ein Recht darauf, dass ihre Interessen ernst genommen werden und gesundheitliche Grundversorgung im Schulalltag nicht ständig an Haushaltsdebatten scheitert. Für die kommende Legislaturperiode planen wir deshalb Gespräche mit der Stadt Bochum sowie Vertreter*innen von SPD, Grünen und CDU. Ziel dieser Gespräche muss es sein, die Gründe für die wiederholte Ablehnung transparent offenzulegen und gleichzeitig konkrete Lösungen zu erarbeiten. Wir erwarten hierbei ernsthafte Gesprächsbereitschaft und nicht erneut pauschale Verweise auf finanzielle Schwierigkeiten. Darüber hinaus werden wir das Thema weiterhin öffentlich ansprechen und gemeinsam mit Schülervertretungen, engagierten Schülerinnen und Unterstützerinnen Druck aufbauen. Die Interessen der Bochumer Schüler*innen dürfen nicht dauerhaft hinter anderen politischen Prioritäten zurückstehen.Die BSV Bochum wird sich weiterhin konsequent für bessere, modernere und gerechtere Schulen einsetzen – auch dann, wenn notwendige Forderungen unbequem sind.

💪💬📢🗣️ Mitreden. Mitgestalten. Diesmal erst recht

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